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Pressespiegel

Wehret den Anfängen!

Frankfurter Allgemeine vom 01.06.2017

"Vom 17. Februar bis 4. Dezember 1947 währte der dritte Folgeprozess nach dem Hauptkriegsverbrecherprozess in Nürnbergs Schwurgerichtssaal. 16 Gesetzesgestalter im Reichsjustizministerium, Reichsanwälte und Richter am Volksgerichtshof sowie von Sondergerichten wurden durch ein amerikanisches Militärgericht im „Nürnberger Juristen-Prozess“ abgeurteilt. Sie sollten stellvertretend sein für „die Verkörperung dessen, was im Dritten Reich als Justiz angesehen wurde“. Mitwirkung an Gesetzen und Urteilen seit Kriegsbeginn 1939 waren Gegenstände des Verfahrens: „Volksschädlingsverordnung“, „Polenstrafrechtsverordnung“, „Nacht-und-Nebel-Erlass“, außerdem zahlreiche Schandurteile."

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Kameras im Gerichtssaal: Juristen diskutieren an JLU

Gießener Anzeiger vom 12.05.2017

"Die Fernsehkamera während der Hauptverhandlung im Gerichtssaal - in den USA ganz normal, in Deutschland verboten. Zumindest noch, denn ein Gesetzesentwurf sieht Änderungen vor: Anstatt eine Übertragung generell zu verbieten, sollen zeitgeschichtlich bedeutende Prozesse audiovisuell dokumentiert werden dürfen. Auch Tonübertragungen in zusätzliche "Medien-Arbeitsräume" bei besonders spektakulären Prozessen sieht der Entwurf vor. Die dritte Änderung würde Rundfunk- und Fernsehübertragungen der Verkündung wichtiger Entscheidungen oberster Bundesgerichte erlauben. Mit den geplanten (und umstrittenen) Änderungen, sowie aktuellen Problemen der Justizberichterstattung beschäftigte sich nun eine Podiumsdiskussion an der Justus-Liebig-Universität (JLU), die von den Vereinen Criminalium, ELSA-Gießen und der Juristischen Studiengesellschaft Gießen organisiert wurde."

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Alter schützt vor Strafe nicht

Gießener Allgemeine vom 09.05.2017

"Es klingt unglaublich: »91-Jährige wegen Beteiligung an Menschenraub verurteilt«. Müssen wir uns um zunehmende Senioren- und Frauenkriminalität sorgen? Gibt es gar neue »Tätertypen«? Diese und andere Fragen, zum Beispiel danach, wie man diese Menschen bestrafen sollte, lohnen ein genaueres Hinschauen."

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Alterskriminalität - Greise im Knast

ZEIT ONLINE vom 12.02.2017

"Eine 91-jährige Frau ist vor wenigen Tagen vom Landgericht Aurich zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden – wegen Beihilfe zu erpresserischem Menschenraub. Ihr 67-jähriger Sohn gilt als Drahtzieher. Er hatte sich mit seinem Geschäftspartner gestritten und ihn mithilfe von mehreren Männern, die ebenfalls verurteilt wurden, fast zwei Tage festgehalten. Unter Gewaltandrohungen zwang er ihn zur Überweisung von einer Million Euro Lösegeld auf das Konto seiner Mutter. Doch die Auszahlung scheiterte, die Sache flog auf.

Kriminologisch wirft der Fall Fragen zu zwei ungewöhnlichen Straftätergruppen auf: Alte und Frauen. Was wissen wir über sie? Sind Warnungen vor Gefahren zunehmender Alten- und Frauenkriminalität berechtigt? Und wie sollen vor allem die Alten bestraft werden?"

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Wir müssen darüber reden

Gießener Allgemeine vom 14.02.2017

"Ruth Barnett wurde als Kind von ihren Eltern aus Furcht vor den Nazis zu einer Pflegefamilie in England geschickt. Über 200 Besucher erleben nun im Rathaus mit, wie die Zeitzeugin der Kindertransporte des Zweiten Weltkriegs spürbar macht, was Geschichtsbücher allein nicht zeigen."

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Einbrechern den Job erschweren

Gießener Allgemeine vom 02.02.2017

"Im Nachbarhaus wurde vor Weihnachten eingebrochen. Mitten am Tag. Der Ehemann war mal für zwei Stunden abwesend, seine Frau zur Kur weit weg. Als der Hausbesitzer zurückkam, flüchteten der oder die Täter abrupt. So konnte die Polizei an einigen zurückgelassenen Gegenständen Spuren sichern. Kann man von einer dramatischen Entwicklung bei Einbrüchen sprechen? Und sind Strafschärfungen die richtige Antwort?"

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Whistleblower im Altenheim

ZEIT ONLINE vom 29.01.2017

"In Deutschland herrscht Pflegenotstand: Es gibt immer mehr Alte, Demente und Pflegebedürftige, aber nicht genug Pflegekräfte. Dazu kommt, dass die Träger von Kliniken und Pflegeheimen oft sparen, weil die Pflegesätze nicht reichen oder sie Gewinn machen wollen. Die Folge: Immer weniger Pfleger und Schwestern müssen sich um immer mehr alte Patienten kümmern und fühlen sich oft überfordert. Berichte über Vernachlässigungen, Misshandlungen, sogar Tötungen von alten und kranken Menschen in Kliniken und Heimen häufen sich."

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Richard-Schmid-Preis des Jahres 2016

Forum Justizgeschichte vom 31.08.2016

"Der vom Forum Justizgeschichte ausgelobte und mit 3.000 € dotierte Richard-Schmid-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte ist 2016 zum dritten Mal vergeben worden. Der Richard-Schmid-Preis des Jahres 2016 wird verliehen an:
Wolfgang Form / Theo Schiller / Lothar Seitz (Hsg.), NS-Justiz in Hessen. Verfolgung – Kontinuität – Erbe"

Zur Pressemitteilung

Kein Zweifel an Unterstützung des NS-Regimes

Gießener Anzeiger vom 01.07.2016

"Was bereits zwischen 2012 und 2015 Thema einer hessenweiten Ausstellung war, konnte nun auch in Buchform präsentiert werden: die Aufarbeitung der „NS-Justiz in Hessen – Verfolgung, Kontinuitäten, Erbe“. In der Rickerschen Buchhandlung verschafften die Herausgeber Prof. Theo Schiller und Dr. Wolfgang Form von der Philipps-Universität Marburg ihren Gästen einen Eindruck der geleisteten Forschungsarbeit. Eingeladen hatte der Gießener Verein „Criminalium“, der zusammen mit dem Amtsgericht Gießen die Ausstellung „Verstrickungen der Justiz in das NS-System 1933 – 1945“ seinerzeit organisiert hatte."

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»Kriminalität von und gegen Flüchtlinge« diskutiert

Gießener Allgemeine vom 21.05.2016

"»Weder Alarmierung noch Verharmlosung«, sondern »realitätsnah informieren«: Das sollte laut Gastgeber Peter Gast am Donnerstagabend eine Diskussionsveranstaltung, die die Vereine Criminalium und Kriminalprävention sowie die Refugee Law Clinic im neuen Hörsaal 5 des Juridicums gemeinsam durchführten. Über »Kriminalität von und gegen Flüchtlinge« wolle man an diesem Abend »ausgewogen« diskutieren, so der Ex-Staatsanwalt. Richtig kontrovers wurde es während der zweieinhalb Stunden zwar nicht, aber einmal sehr laut."

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Risiken und Nebenwirkungen von Bürgerbewaffnung

Gießener Allgemeine vom 19.02.2016

"Nach den Attentaten in Paris und nochmals nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht »boomt« laut Angaben des Geschäftsführers des einschlägigen Waffenfachhandels der Kauf von Selbstverteidigungswaffen: CS-Reizgas, Pfefferspray, spezielle Taschenlampen zum Blenden, Elektroschocker, Schreckschusspistolen. Die Vorräte reichen nicht mehr. Waffengeschäfte ordern aus Amerika nach. Kauf und Aufbewahren sind für Erwachsene weitgehend frei."

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Debatte: Dürfen polizeiliche Lockspitzel Straftaten inszenieren?

THE HUFFINGTON POST vom 11.02.2016

"Vier Jahrzehnte währt schon der Kampf um rechtsstaatliche Begrenzung des polizeilichen Lockspitzelwesens. Wir reden über polizeiliche Verdeckte Ermittler (VE) und von der Polizei geleitete private, zumeist selbst in die Kriminalitätsszene verwickelte Ermittlungshelfer („V-Leute", VP). Sie wirken als „Agents provocateurs" vor allem in Rauschgift-, außerdem beispielsweise in Staatsschutzsachen mit."

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Als Lehrfilm aus heutiger Sicht ungeeignet

Gießener Anzeiger vom 05.02.2016

"„Was mag dieser Film wohl für das heutige Publikum bringen?“ Dieser Frage begegneten im Kinocenter sowohl Zuschauer als auch Veranstalter. In Kooperation mit dem Verein Criminalium wurde zur Aufarbeitung des Hauptkriegsverbrecherprozesses vor 70 Jahren der Dokumentarfilm „Nürnberg und seine Lehre“, erstmals erschienen 1947 in den USA, vorgeführt und anschließend durch die Leitung von Peter Gast (Criminalium) mit Prof. Dr. Ulrike Weckel (Fachjournalistik Geschichte, Uni Gießen), Axel Fischer und Dr. Wolfgang Form (Philipps-Universität Marburg, Internationales Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse) diskutiert. Dem folgten rund 80 Besucher in dem fast vollen Kinosaal."

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Eine kriminologische Zwischenbilanz

Wetterauer Zeitung vom 11.01.2016

"Sechs Tage nach den alarmierenden Vorfällen in Köln und Hamburg werde ich von der Deutschen Presse-Agentur auf meine kriminologische Einschätzung angesprochen. Der Wissenschaftler tut sich schwer, wenn die Aufklärung der tatsächlichen Lage noch so lückenhaft und widersprüchlich ist. Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Arthur Kreuzer."

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Todesstrafe in Zeiten des Terrors

Gießener Allgemeine vom 03.12.2015

"Wo stehen wir aktuell im Kampf gegen die Todesstrafe? Müssen wir in diesem bislang zähen, aber tendenziell erfolgreichen Kampf jetzt mit Rückschlägen rechnen angesichts wachsenden Terrors? Erneute Rückfälle in überholtes Vergeltungsdenken sind in der weltweiten Bilanz nicht zu übersehen. Aber es gibt auch ermutigende Zeichen."

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Mord im Gewand der Humanität

Gießener Anzeiger vom 05.11.2015

"Es braucht scharfe Augen, um Propaganda zu entlarven. Ein gutes Beispiel dafür ist der NS-Propagandafilm „Ich klage an“ von Regisseur Wolfgang Liebeiner aus dem Jahr 1941. Am Dienstag war der sogenannte Vorbehaltsfilm auf Einladung des Vereins Criminalium in Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Institut für Kino und Filmkultur im Kinocenter zu sehen. Rund 100 Zuschauer kamen zu der Vorführung, in die Herbert Heinzelmann vom Institut für Kino und Filmkultur einführte."

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"Nasenbruch entstellt nicht den Körper"

Gießener Anzeiger vom 31.10.2015

"Verbrechen und Strafjustiz: Das klingt nach höchst spannenden Themen. Und tatsächlich sind sie es auch, wie Prof. Arthur Kreuzer in seinem neuen Buch „Kriminologen – Kriminalisten – Andere Kriminelle. Erlebtes und Erlesenes rund um Verbrechen und Strafjustiz“ herausgearbeitet hat. Dass es dem emeritierten Professor für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug dabei aber nicht um landläufig verbreitete Grusellust geht, verrät die Einordnung ins Genre. Denn der Ehrenvorsitzende des heimischen Vereins Criminalium hat seinen rund 130 Seiten starken Band eine „Realsatire“ getauft. Zu Recht, weil der Jurist höchst Amüsantes aus dem Berufsalltag versammelt hat."

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Prostituiertenschutzgesetz: Schutz oder Scheinheiligkeit?

Gießener Allgemeine vom 06.10.2015

"Es schlug wie eine Bombe im Lager von Alice Schwarzer ein. Sie und Organisationen wie Abolition 2014 oder Solidarität mit Frauen in Not hatten sich ja gerade dem totalen Kampf gegen Prostitution durch Strafbarkeit von »Freiern«, »Liebeskäufern«, verschrieben. Und da fordert im August eine nicht minder um Menschenrechte bemühte internationale Organisation, Amnesty International, just das Gegenteil: weltweite Entkriminalisierung von Prostitution. Gestützt auf wissenschaftliche Expertisen und Erfahrungsberichte aus aller Welt."

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Gießener Verein „Criminalium“ sucht Standort für ein Kriminalmuseum

Gießener Anzeiger vom 26.08.2015

"Ein langer dunkler Gang, links und rechts gesäumt von massiven Metalltüren. Dicke Gitterstäbe und Kritzeleien an den Zellenwänden erzählen die Geschichten der Menschen, die hier einst untergebracht waren. Auch das Treppenhaus ist mit Gittern gesichert. Der ganze Bau verströmt eine Atmosphäre tiefer Beklemmung und Bedrückung. Die Luft ist beschwert, es ist der Geruch eines über 100 Jahre alten Mauerwerks. Heute steht das ehemalige „Feste Haus“ auf dem Gelände des Vitos-Klinikums leer. Doch das 1909 erbaute Gebäude, das einst Schwerverbrecher wie Mörder beherbergte und offiziell „G3alt“ heißt, hat seine Vergangenheit wahrnehmbar konserviert. Ist dies der richtige Ort für ein heimisches Kriminalmuseum?"

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Verschwiegene Hinweise und Kumpanei

Frankfurter Allgemeine vom 05.07.2015

"Immer wieder schrecken Fälle von schwerem Missbrauch oder gar Mord in deutschen Altenheimen und Krankenhäusern die Öffentlichkeit auf. Zuletzt wurde der Krankenpfleger Niels H. in Oldenburg zu lebenslanger Haft verurteilt. Er soll in einem Klinikum im niedersächsischen Delmenhorst mindestens 30 Intensiv-Patienten mit einer Überdosis an Medikamenten getötet haben.

„Die Mordserie hätte womöglich früher gestoppt werden können, wenn es in Niedersachsen einen unabhängigen Landes-Pflegebeauftragten gegeben hätte“, sagte Arthur Kreuzer, emeritierter Kriminologie-Professor der Justus-Liebig-Universität Gießen, bei einem Vortrag auf dem Seniorentag."

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Wenn die Bevölkerung härtere Strafen fordert

Gießener Anzeiger vom 20.06.2015

"„Es waren Goldene Zeiten in den 1970er Jahren.“ Damals sei das Strafrecht in seiner Blüte gewesen, erklärte Prof. Arthur Kreuzer, Ehrenvorsitzender des Vereins Criminalium. Im Polizeipräsidium Mittelhessen referierte der frühere Inhaber der Professur für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug der Justus-Liebig-Universität jetzt zum Thema „Opferschutz und aktuelle Straftrechtsausweitungen“. Eingeladen hatten die Vereine Criminalium und Kriminalprävention."

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Ausstellung: Besuch im „Festen Haus“ der Vitos-Psychiatrie

Gießener Anzeiger vom 17.04.2015

"Größte Beklommenheit. Das ist das Gefühl, das sich beim Betreten des so genannten „Festen Hauses“ auf dem Gelände der Vitos-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik einstellt. Aktuell steht das Gebäude, zu dem die Öffentlichkeit über 100 Jahre keinen Zutritt hatte, leer. Nun nutzten rund 30 Gäste die Gelegenheit, den ehemaligen Hochsicherheitstrakt bei einer Führung von Herwig Groß zu besichtigen. Eingeladen hatte dazu der Verein Criminalium."

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Maßnahmen der Entnazifizierung

Gießener Anzeiger vom 21.11.2014

"„Die Forderung nach Entnazifizierung ist aktuell, derzeit allerdings auf gesetzliche Vorschriften bezogen“, sagte Landgerichtspräsident Dr. Wilhelm Wolf am Dienstagabend im Konzertsaal des Rathauses. Gemeinsam mit der Aufsicht führenden Richterin außer Dienst, Ulrike Büger, hielt Wolf auf Einladung des Vereins Criminalium dort den Vortrag „Entnazifizierung. Grundlagen und Falldokumentation“. Rund 60 Zuhörer konnte der Ehrenvorsitzende des Vereins, Prof. Arthur Kreuzer, begrüßen."

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Mut allein reicht nicht

op-online (Offenbach Post) vom 13.12.2014

"Die Anteilnahme am Tod von Tugce Albayrak ist auch einen Monat nach der Tat ungebrochen. In Offenbach könnte eine Straße oder Brücke nach der Studentin benannt werden, die offenbar einen Streit schlichten wollte und dabei einen tödlichen Schlag erhielt.

Unser Redaktionsmitglied Ralf Enders sprach mit dem Kriminologen und Rechtswissenschaftler Arthur Kreuzer."

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Ambivalente Rolle von Frauen im NS-Staat

Gießener Anzeiger vom 01.07.2014

"Es sind Beschreibungen, bei denen jedem Zuhörer kalte Schauer über den Rücken laufen: Schläge mit der Reitgerte, eine von KZ-Häftlingen gezimmerte Kinderwiege und Lampenschirme aus Menschenhaut. Im Prozess gegen Ilse Koch, die Frau des Lagerkommandanten des Konzentrationslagers Buchenwald, war die Öffentlichkeit schockiert über die rohe Gewalt der Angeklagten. Die Historikerinnen Prof. Ulrike Weckel (Gießen) und Susanne Raidt (Marburg) untersuchen Gerichtsverfahren gegen Frauen, die in die Verbrechen der Nationalsozialisten verstrickt waren. Der Criminalium e.V. in Gießen hatte nun die Expertinnen zu einem Vortrag in den Konzertsaal des Rathauses eingeladen, um von ihren Forschungsergebnissen zu berichten."

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Kompetenz gezeigt - Erstmals Kooperation von ELSA Giessen und Criminalium

Gießener Anzeiger vom 16.05.2014

"Was haben Sie erwartet zu finden? Eine Million oder einen Schatz? Diese Fragen darf ein Richter sicherlich stellen, wenn ein junger Mann zweimal mit einem Vorschlaghammer in eine Postfiliale eingebrochen ist. Nur gut, dass dieser Fall reine Erfindung war. „Verhandelt“ wurde er jetzt bei einem „Moot Court“, wie ein solcher als Wettbewerb ausgetragener fiktiver Gerichtsprozess während der Ausbildung zum Juristen genannt wird. Studierende des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Justus-Liebig-Universität (JLU) hatten in diesem Rahmen Gelegenheit, ihre Fähigkeiten nicht nur in den Rollen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, sondern auch als Richter unter Beweis zu stellen. Erstmals geschah das in Zusammenarbeit von ELSA Giessen, der hiesigen Vertretung der weltgrößten Jurastudentenvereinigung, und dem Criminalium e.V. Gießen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Strafrechtskultur verstehbar darzustellen."

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Vom Trauma der geretteten Kinder

Gießener Anzeiger vom 15.04.2014

"Die Eltern hatten sich entschlossen, Sohn und Tochter in Sicherheit zu bringen. Mit einem jener Kindertransporte, durch die zwischen Ende November 1938 und dem Kriegsausbruch am 1. September 1939 über 10 000 jüdische Kinder von Deutschland nach Großbritannien gelangten. Für die vierjährige Ruth und ihren drei Jahre älteren Bruder Martin aber bedeutete die lebensrettende Trennung von Mutter und Vater schmerzhaften Verlust und traumatisierende Entwurzelung."

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Die Angeklagten waren biedere Gestalten

Gießener Anzeiger vom 14.02.2014

"Der 20. Dezember 1963 im Stadtverordnetensitzungssaal im Frankfurter Römer. Unter Vorsitz von Richter Hans Hofmeyer wird das Verfahren in der „Strafsache gegen Mulka und andere“ eröffnet. In die Geschichtsbücher eingegangen ist dieser Prozess, der im August 1965 im Bürgerhaus Gallus mit der Urteilsverkündung endete, als erster „Frankfurter Auschwitz-Prozess“. Als Anklagevertreter hautnah dabei war Gerhard Wiese, heute Oberstaatsanwalt a.D., der auf Einladung des Vereins Criminalium am Mittwochabend in den Konzertsaal im Rathaus gekommen war."

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Biedere Massenmörder

Gießener Allgemeine vom 14.02.2014

"Seine Häftlingsnummer im Konzentrationslager (KZ) war A-16.058. Dr. Mauritius Berner wurde im Juli 1944 als jüdischer Ungar mit seiner Familie nach Auschwitz gebracht. Seine Frau und die drei Töchter wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft vergast. Er überlebte. 20 Jahre später schildert er in seiner Zeugenaussage beim Frankfurter Auschwitz-Prozess, wie er den alten Bekannten aus der Heimat, SS-Mann Dr. Victor Capesius, vergeblich bat seine Familie zu retten."

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Dem Sterben im Getto widersetzt

Gießener Anzeiger vom 18.01.2014

"Fest umschlungen hält die junge Mutter ihre beiden Mädchen. Marie schaut dabei neugierig in die Kamera. Und lächelt neckisch. Ihre jüngere Schwester hingegen blickt ein wenig mürrisch drein. „Ich war sehr schüchtern“, sagt Margarete Holzman, während sie das verblasste Foto betrachtet. „Marie aber war immer sehr lebhaft.“ Ganz zaghaft beginnt nun auch die 89-Jährige zu lächeln. „Wir waren grundverschieden und haben uns schon auch heftig gestritten.“ Doch die beiden Schwestern hingen sehr aneinander, und gern erinnert sich die alte Dame in ihrer Gießener Wohnung an die fröhlichen Kindertage in Litauen zurück. Über den gewaltsamen Tod der drei Jahre Älteren zu sprechen aber fällt ihr sichtlich schwer. Denn Marie Holzman wurde erst inhaftiert und dann erschossen. Etwa vier Monate, nachdem die Wehrmacht die einstige Baltenrepublik besetzt hatte."

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Criminalium sucht Zeitzeugen aus Mittelhessen

Gießener Anzeiger vom 09.04.2013

"Lange herrschte Schweigen, waren die NS-Vergangenheit, das erlittene und vor allem das zugefügte Unrecht Tabu in der Gesellschaft des Nachkriegsdeutschlands. Die einen fühlten sich befangen, andere flüchteten sich aus Scham oder Angst in die Verdrängung. Und der nachfolgenden Generation stand zunächst offenbar noch kein eigenes Urteil zu. Vieles ist natürlich längst aufgearbeitet, vieles kommt aber erst allmählich in Gang – so auch in der Justiz. „Es ist höchste Zeit“, betont daher Prof. Arthur Kreuzer. Unter seiner Leitung möchte nun eine Arbeitsgruppe des Vereins „Criminalium“ anhand von Einzelschicksalen den Umgang mit NS-Unrecht in der mittelhessischen Region „sichtbar machen“. Und dafür werden Zeitzeugen gesucht. "

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Ausstellung über Verstrickung der Justiz in NS-System eröffnet

Gießener Allgemeine Zeitung vom 19.02.2013

"Die Unantastbarkeit der Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit – das klingt alles so selbstverständlich, ist es aber nicht«, so der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn als Schirmherr. Diese Grundwerte des Staates müssten immer wieder »neu erkämpft« werden. Das sei eine der wichtigsten Erkenntnisse, »die wir aus unserer Geschichte ziehen können"

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Vitos-Klinik bleibt Option für Criminalium

Gießener Allgemeine Zeitung vom 21.11.2012

"Dem Bericht des Kassierers folgten die Vorstandswahlen. Dabei wurde Rechtsanwalt Turgay Schmidt einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst damit den bisherigen Vorsitzenden Prof. Arthur Kreuzer ab, der den Verein vor sechs Jahren gegründet hatte. Die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt Oliver Persch, als Schriftführer wurde Prof. Marcel Verhoff bestätigt und neuer Kassierer wurde Dr. Oliver Buckolt. Der Vorstand wird vervollständigt durch die Beisitzer Ulrike Büger, Sabine Eucker, Peter Gast, Steffen Hofmann, Wolfgang Thiele und Sascha Loubal.

In seiner Antrittsrede bekräftigte der neue Vorsitzende die Fortführung und Erweiterung bereits begonnener Projekte im Sinne der Vereinsidee. Hierzu gehört insbesondere die Fortführung der Verhandlungen zwecks Umsetzung eines vereinseigenen Museums, die Umsetzung der Ausstellungen, Kooperation mit dem Krimifestival, eine stärkere Anbindung an die Justiz und die Universität sowie eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit. Auch die Werbung von neuen Mitgliedern sei eine wichtige Aufgabe des neuen Vorstandes."

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Findet Kriminalmuseum Platz auf Psychiatrie-Gelände?

Gießener Allgemeine vom 22.11.2009

"Die Vitos Forensische Klinik in Gießen wird in den nächsten Jahren deutlich entlastet. Derzeit hat die Außenstelle der Klinik Haina 195 Betten, diese Zahl soll schrittweise auf 137 abgebaut werden. Möglich macht es der Neubau der Forensik im südhessischen Riedstadt. Eine Folge: Bis 2011 will Vitos das reparaturbedürftige sogenannte »Feste Haus« aufgeben. Interesse bekundet hat an dem historischen Gebäude der Verein Criminalium, der dort sein Kriminalmuseum unterbringen könnte, hieß es bei der jüngsten Sitzung des Forensikbeirats."

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Projektbörse bringt Schüler und Experten zusammen

Gießener Allgemeine vom 19.09.2009 über unsere Idee eines jugendkriminologisch-sozialwissenschaftlichen Projektes

"Bis zum 27. November können Lehrer, Wissenschaftler, Unternehmen und vor allem Schüler ihre Bewerbungen für den Förderwettbewerb »Stadt der Jungen Forscher« einreichen. (...) Weil gerade dieser Aspekt - die Kooperation - gefördert werden soll, haben die Organisatoren um Sadullah Gülec, Gießen Marketing GmbH, auf dem Internetauftritt des Wettbewerbs (www.forschung-macht-schule.de) eine Projektbörse eingerichtet. Schülergruppen können dort Wissenschaftlern und Unternehmen ihre Projekte vorstellen und auf fachkundige Kontakte hoffen. Genauso dürfen auch andere Ideengeber nach Schülern suchen, die ihre Projekte umsetzen. In der Kategorie »Schulen gesucht« findet man so beispielsweise das Projekt von Manuel Heinrich: Sein Verein Criminalium möchte zusammen mit Jugendlichen herausfinden, warum Schüler ausrasten: Die Nachwuchsforscher sollen einen Fragebogen entwickeln, ihre Mitschüler befragen, die Ergebnisse auswerten und letztlich präsentieren. »Die Projektbörse wird uns die Suche nach interessierten Jugendlichen erleichtern«, freute sich Heinrich."

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