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Pressespiegel

Seinem Gewissen folgen

Gießener Allgemeine vom 10.10.2018

"»Wir können uns nicht erlauben, so jemanden zu vergessen«, sagt Ronen Steinke. Er hat mit seiner 2014 erschienenen Biografie über Fritz Bauer einen entscheidenden Beitrag dafür geliefert, dass die Leistung des Hessischen Generalstaatsanwalts, der fast im Alleingang den Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 auf den Weg und damit eine Nation zum Nachdenken gebracht hatte, nach Jahren des Vergessens gewürdigt wurde. Mit seinem in zahlreiche Sprachen übersetzten Buch »Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht« war der Redakteur der »Süddeutschen Zeitung« am Dienstagabend im voll besetzten KiZ auf Einladung des Literarischen Zentrums, des Vereins Criminalium und der Arbeitsstelle Holocaust-Literatur zu Gast. Es moderierte Journalistin Heidrun Helwig. Zur anschließenden – in weiten Zügen dann doch sehr juristisch-spezifischen – Diskussion kam noch der Gießener JLU-Straf- und Strafprozessrechtler Bernhard Kretschmer dazu."

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Reformiert endlich das Strafrecht!

ZEIT ONLINE vom 26.12.2017

"In den vergangenen Jahren wurden kriminalpolitische Grundsätze sträflich missachtet. Die Politik reagierte stets auf  spektakuläre Fälle und öffentliche Empörung. Das Ergebnis war eine inflationäre Ausweitung des Strafrechts. Scheinlösungen suggerierten politische Verantwortung. Kriminologen monierten eine "Kriminalpolitik im Blindflug". "

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Raser stoppen – aber wie?

Gießener Allgemeine vom 09.11.2017

"Auf der Riesenleinwand ist ein Auto zu sehen, das zunächst etwas mehr als 50 km/h fährt. Plötzlich beschleunigt es noch in der 50er-Zone abrupt auf 160 km/h, rast immer weiter und erreicht in einer 100er-Zone sogar 200 km/h. Es handelt sich hier nicht etwa um einen Action-Kinofilm, sondern um eine echte Polizeiaufnahme aus Köln, die im Gießener Rathaus zum Einstieg in die Podiumsdiskussion »Härtere Strafen für Autoraser!?« gezeigt wird."

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Wehret den Anfängen!

Frankfurter Allgemeine vom 01.06.2017

"Vom 17. Februar bis 4. Dezember 1947 währte der dritte Folgeprozess nach dem Hauptkriegsverbrecherprozess in Nürnbergs Schwurgerichtssaal. 16 Gesetzesgestalter im Reichsjustizministerium, Reichsanwälte und Richter am Volksgerichtshof sowie von Sondergerichten wurden durch ein amerikanisches Militärgericht im „Nürnberger Juristen-Prozess“ abgeurteilt. Sie sollten stellvertretend sein für „die Verkörperung dessen, was im Dritten Reich als Justiz angesehen wurde“. Mitwirkung an Gesetzen und Urteilen seit Kriegsbeginn 1939 waren Gegenstände des Verfahrens: „Volksschädlingsverordnung“, „Polenstrafrechtsverordnung“, „Nacht-und-Nebel-Erlass“, außerdem zahlreiche Schandurteile."

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Alterskriminalität - Greise im Knast

ZEIT ONLINE vom 12.02.2017

"Eine 91-jährige Frau ist vor wenigen Tagen vom Landgericht Aurich zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden – wegen Beihilfe zu erpresserischem Menschenraub. Ihr 67-jähriger Sohn gilt als Drahtzieher. Er hatte sich mit seinem Geschäftspartner gestritten und ihn mithilfe von mehreren Männern, die ebenfalls verurteilt wurden, fast zwei Tage festgehalten. Unter Gewaltandrohungen zwang er ihn zur Überweisung von einer Million Euro Lösegeld auf das Konto seiner Mutter. Doch die Auszahlung scheiterte, die Sache flog auf.

Kriminologisch wirft der Fall Fragen zu zwei ungewöhnlichen Straftätergruppen auf: Alte und Frauen. Was wissen wir über sie? Sind Warnungen vor Gefahren zunehmender Alten- und Frauenkriminalität berechtigt? Und wie sollen vor allem die Alten bestraft werden?"

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Wir müssen darüber reden

Gießener Allgemeine vom 14.02.2017

"Ruth Barnett wurde als Kind von ihren Eltern aus Furcht vor den Nazis zu einer Pflegefamilie in England geschickt. Über 200 Besucher erleben nun im Rathaus mit, wie die Zeitzeugin der Kindertransporte des Zweiten Weltkriegs spürbar macht, was Geschichtsbücher allein nicht zeigen."

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Einbrechern den Job erschweren

Gießener Allgemeine vom 02.02.2017

"Im Nachbarhaus wurde vor Weihnachten eingebrochen. Mitten am Tag. Der Ehemann war mal für zwei Stunden abwesend, seine Frau zur Kur weit weg. Als der Hausbesitzer zurückkam, flüchteten der oder die Täter abrupt. So konnte die Polizei an einigen zurückgelassenen Gegenständen Spuren sichern. Kann man von einer dramatischen Entwicklung bei Einbrüchen sprechen? Und sind Strafschärfungen die richtige Antwort?"

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Whistleblower im Altenheim

ZEIT ONLINE vom 29.01.2017

"In Deutschland herrscht Pflegenotstand: Es gibt immer mehr Alte, Demente und Pflegebedürftige, aber nicht genug Pflegekräfte. Dazu kommt, dass die Träger von Kliniken und Pflegeheimen oft sparen, weil die Pflegesätze nicht reichen oder sie Gewinn machen wollen. Die Folge: Immer weniger Pfleger und Schwestern müssen sich um immer mehr alte Patienten kümmern und fühlen sich oft überfordert. Berichte über Vernachlässigungen, Misshandlungen, sogar Tötungen von alten und kranken Menschen in Kliniken und Heimen häufen sich."

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Richard-Schmid-Preis des Jahres 2016

Forum Justizgeschichte vom 31.08.2016

"Der vom Forum Justizgeschichte ausgelobte und mit 3.000 € dotierte Richard-Schmid-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte ist 2016 zum dritten Mal vergeben worden. Der Richard-Schmid-Preis des Jahres 2016 wird verliehen an:
Wolfgang Form / Theo Schiller / Lothar Seitz (Hsg.), NS-Justiz in Hessen. Verfolgung – Kontinuität – Erbe"

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Todesstrafe in Zeiten des Terrors

Gießener Allgemeine vom 03.12.2015

"Wo stehen wir aktuell im Kampf gegen die Todesstrafe? Müssen wir in diesem bislang zähen, aber tendenziell erfolgreichen Kampf jetzt mit Rückschlägen rechnen angesichts wachsenden Terrors? Erneute Rückfälle in überholtes Vergeltungsdenken sind in der weltweiten Bilanz nicht zu übersehen. Aber es gibt auch ermutigende Zeichen."

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Verschwiegene Hinweise und Kumpanei

Frankfurter Allgemeine vom 05.07.2015

"Immer wieder schrecken Fälle von schwerem Missbrauch oder gar Mord in deutschen Altenheimen und Krankenhäusern die Öffentlichkeit auf. Zuletzt wurde der Krankenpfleger Niels H. in Oldenburg zu lebenslanger Haft verurteilt. Er soll in einem Klinikum im niedersächsischen Delmenhorst mindestens 30 Intensiv-Patienten mit einer Überdosis an Medikamenten getötet haben.

„Die Mordserie hätte womöglich früher gestoppt werden können, wenn es in Niedersachsen einen unabhängigen Landes-Pflegebeauftragten gegeben hätte“, sagte Arthur Kreuzer, emeritierter Kriminologie-Professor der Justus-Liebig-Universität Gießen, bei einem Vortrag auf dem Seniorentag."

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Mut allein reicht nicht

op-online (Offenbach Post) vom 13.12.2014

"Die Anteilnahme am Tod von Tugce Albayrak ist auch einen Monat nach der Tat ungebrochen. In Offenbach könnte eine Straße oder Brücke nach der Studentin benannt werden, die offenbar einen Streit schlichten wollte und dabei einen tödlichen Schlag erhielt.

Unser Redaktionsmitglied Ralf Enders sprach mit dem Kriminologen und Rechtswissenschaftler Arthur Kreuzer."

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